VICUNHA • Fragen & Antworten

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Entwicklungen und News zur Saison Frühling/Sommer 2018, von Thomas Dislich, Managing Director VICUNHA TEXTIL für Europa und Asien

1. Wie sieht die globale Nachfrage für Denim-Stoffe aus? Die Nachfrage entwickelt sich gut, Denim ist weltweit ein beliebtes Kleidungsstück. Das Problem liegt eher an dem globalen Produktionsüberschuss. Leider überschwemmen zu viele Newcomer mit einfachen Basics den Markt.
2. Was sind für Sie die wichtigsten Märkte in Europa und Asien? Wir sind seit Jahren in Europa sehr gut etabliert mit aktiven Vertriebskanälen von Portugal über Polen und die Türkei bis hin nach Schweden. Da Asien die meisten Jeansimporte nach Europa bedient sind wir natürlich auch dort aktiv. Unsere gute Marktabdeckung verdanken wir unseren Push-Marketing-Aktivitäten in Asien und den Pull-Marketing-Aktivitäten in Europa.

3. Wie viel Meter produzieren Sie jährlich bei VICUNHA?
In unserem fünf Fabriken, von denen sich drei in Brasilien befinden und jeweils eine in Ecuador und Argentinien, haben wir über 200 Millionen Meter allein 2016 produziert.

4. Was macht Denim von VICUNHA so einzigartig?
Wir sind wegweisend in den Bereichen Nachhaltigkeit und ethischer Handel mit solider Kenntnis des weltweiten Denimmarktes. Unser Alleinstellungsmerkmal ist nachhaltige Mode, die wir in kürzester Zeit auf den Markt bringen können dank unserer weltweiten Distribution und unseren Lagern. So können wir blitzschnell auf dem globalen Markt agieren.

5. Welche großen Trends in Bezug auf Waschung, Farbe, Schnitt und Stoff sehen
Sie beim Denim für das Frühjahr/Sommer 2018?
Auf viele Art und Weise bricht diese Saison mit Moderegeln. Wir können uns auf unerwartete Kombinationen von Farben und Formen und übertriebenen Proportionen freuen. Die Schnitte sind weiter und gewagter, leichte und fließende Stoffe sind ein großes Thema. Die Formen sind unerwartet und abstrakt, aber genauso wird es strenges Colorblocking und klare Linien
geben. Wir werden unerwartete Kombinationen von Waschungen und Schnitten sehen, die teilweise sogar wie wild zusammengewürfelt wirken. Neue Blautöne bringen Hellig- und Leichtigkeit in die Farbpalette, marmorierte und gebleichte Wascheffekte mit klarer Referenz an die 80er Jahre sorgen für frischen Wind im Kleiderschrank.

6. Welche Mischungen sind beim Denim besonders beliebt?
Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen werden Jeans mit Stretch-Anteil stark nachgefragt. Der Kunde verlangt nach Komfort, da sind die pflegeleichten Stoffe mit hohem Stretch-Anteil besonders populär. Bei der Damenmode werden Fabrics die gut fallen nachgefragt. So zum Beispiel Tencel, Lycocell oder Viskose, das sogenannte Luxe-Leisure-Thema. Bei der Männermode schlägt Denim die Brücke zwischen Jogginghose und Jeans und verkauft sich sensationell gut. Schwere, festere Stoffe mit erhabener Twill- bzw. Oberflächenstruktur werden immer mehr verlangt. Bei den strapazierfähigeren Stoffen werden die weicheren und fließenden Stoffe immer beliebter – besonders in der Damenmode.

7. Wo sehen Sie Denim in fünf Jahren? Geht Jeans zurück zu seinen Wurzeln, quasi als Workwear oder ist Athleisure Wear dann die Nummer eins? Meines Erachtens gibt es drei Kategorien von Trägern, also kann es keine einzige spezifische Antwort zu dem Thema geben. Ich glaube, es wird mehr Auswahl und Vielfalt geben für den Endverbraucher, der hoffentlich verantwortungsvoll mit seinen
Kaufentscheidungen umgeht. Der Purist, der handwerkliches Können, Authentizität und den
Vintage-Charakter von Denim schätzt. Dann ist da die junge Fashionista, die momentan
open-end Rigids trägt, ungeachtet des Komforts, sondern weil die Mode es diktiert. Der
loyale Denim-Träger, der schon immer Raw Denim getragen hat, weiß nun den StretchVICUNHA

Anteil sowie die Funktionalität zu schätzen. Unser Lebensstil wird uns letztendlich vorgeben,
wie wir Denim tragen werden und die Grenzen zwischen Smart Casual und Sportswear
verschwimmen immer mehr, da verschiedene Garnmischungen und Merkmale von
Funktionskleidung Einzug halten. So kann Denim mittlerweile auch temperatur- und
schweißregulierend wirken und der vielseitige Stretch-Denim erlaubt maximale
Bewegungsfreiheit.

8. Glauben Sie plakative Prints werden bald ein Comeback erleben?
Prints kommen und gehen, allein durch den Upcycling-Trend und dem Fokus auf einem längeren Lebenszyklus von Kleidung werden wir als Konsument vernünftigere Entscheidungen treffen müssen.

9. Woher bekommen Sie die Ideen für neue Denims? Wer sind die drei wichtigsten Influencer in dieser Nische? Inspiration bekommen wir von den verschiedensten Quellen. Es gibt immer eine Koexistenz von Referenzen an eine vergangene Ära. Neu interpretiert und in Kombination mit dem Neuen gucken wir in die Vergangenheit. Während wir gleichzeitig auch nach vorne gucken.
Der technologische Fortschritt spielt auch für uns eine große Rolle. Bedenkt man, sich früher in eine volle Badewanne gelegt zu haben, um eine gutsitzende Jeans zu bekommen, sind wir einen weiten Weg gegangen. Stoffe müssen immer den Schnitt- und Stiltrends gerecht werden. Hier hat die super Skinny-Jeans den Erfolg bereitet für Stretch-Stoffe und dank Dual-Core-Spinntechnologien verfügen wir über beste Qualitäten. Der Lebenswandel spielt ebenso eine Rolle. Neue Sparten sind entstanden: Arbeitskleidung wird Freizeitkleidung und Casual wird Active Sportswear. Die Grenzen verwischen.

10. Was sind die drei wichtigsten Nachhaltigkeitsstrategien in Ihren
Produktionsstätten? Wir vermeiden die Produktion von Abfall, unser System 3R zieht sich als roter Faden durch den ganzen Produktionsprozess: REDUCE – REUSE – RECYCLE. Wir gewinnen Wärme, Wasser und eingesetzte Chemikalien zurück. Wir recyclen unsere eigene Baumwolle vor Ort und kreieren somit ‚Zero Waste‘. Cashew- und Kokosnussschalen, die sonst entsorgt

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ROLAND HOFFMANN PR
PR Contact Dipl.-Ing. Roland Hoffmann, Fon +49 211 585876-80, Fax +49 211 585876-87, E-mail hoffmann@rh-pr.de, www.rh-pr.de,
https://facebook.com/ROLAND.HOFFMANN.Public.Relations, http://twitter.com/RH_PR
würden, beheizen unsere Boiler. Der CO2-Ausstoß wird für die Reinigungsanlage verwendet,
was uns so klimaneutral produzieren lässt.
São Paulo/Gland/Düsseldorf, Februar 2017

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