Trotz großer Herausforderungen zufriedenstellendes 2015 GermanFashion informiert über die Situation der Modebranche

Trotz großer Herausforderungen zufriedenstellendes 2015 GermanFashion informiert über die Situation der Modebranche

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Köln, 07.04.2016. „Die Gesamtumsätze der deutschen Modeindustrie konnten mit minus 0,3 % knapp gehalten werden. Trotz großer Verluste in Russland, die viele deutsche Unternehmen empfindlich getroffen haben, konnten andere deutliche Zugewinne verzeichnen, so dass die Branche mit vorsichtigem Optimismus in das Jahr 2016 geht“, beschreibt Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des deutschen Modeverbandes GermanFashion, die wirtschaftliche Lage.

Im Jahr 2015 erwirtschaftete die deutsche Bekleidungsindustrie einen Umsatz von rund 12 Mrd. Euro*. Die durchschnittliche Umsatzveränderung lag im Vergleich von 2014 auf 2015 bei minus 0,3 %. Ebenso beinahe unverändert ist die Zahl der Beschäftigten. Um rund 5 % nahm die Anzahl der Betriebsstätten ab. Gewinner der Branche sind die Unternehmen der Arbeits- und Berufsbekleidung, die auf ein Umsatzplus von knapp 10 % schauen können. „Dies ist das Ergebnis einer insgesamt guten Konjunktur in Deutschland, von der insbesondere die Hersteller dieser Branche ganz direkt profitieren“, erläutert Gerd Oliver Seidensticker.

Export: Russland mit großem Minus
Bei den wichtigsten Exportländern der Branche liegt folgende Rangliste vor: Österreich, Niederlande, Frankreich, Schweiz, Vereinigtes Königreich, Belgien, Polen, Italien, Spanien, Russland. Russland ist mit einem Minus von rund 30 % das Land mit den stärksten Rückgängen bei den Exportländern.

Pressekontakt GermanFashion Modeverband Deutschland e.V.: Frau Tanja Croonen Tel.: +49 (0)221 7744 134 Mail: croonen@germanfashion.net
Import: mehr Kapazitäten in Myanmar

Die Top Ten der
in 2015: China, Bangladesch, Türkei, Indien, Niederlande, Italien, Vietnam, Kambodscha, Pakistan und Indonesien. Die Bedeutung von Pakistan steigt. Bereits im letzten Jahr konnte das Land erstmals in die Top Ten aufsteigen mit einem Zuwachs von rund 25 %, der in diesem Jahr erneut zu verzeichnen ist. Ebenfalls bemerkenswert ist das prozentuale Wachstum von 40 % in Polen. Die Bekleidungsbranche nutzte in 2015 verstärkt die neu aufgebauten Kapazitäten von Myanmar – hier liegt der Zuwachs bei 77 %.

„Trotz der Probleme einzelner größerer Modeunternehmen hat es die Branche insgesamt geschafft, den Widrigkeiten zu trotzen und den vielfältigen Herausforderungen in aller Welt erfolgreich zu begegnen, so dass wir die Umsätze knapp halten konnten, was angesichts des turbulenten letzten Jahres ein gutes Ergebnis ist“, resümiert Thomas Rasch, Hauptgeschäftsführer von GermanFashion.

GermanFashion Modeverband Deutschland e.V. vertritt die Interessen der deutschen Modeindustrie, insbesondere der Hersteller von Damen- und Herrenoberbekleidung, Sportswear und Berufsbekleidung.