Textil digital: Forscher und Firmen loten die Zukunft aus

Textil digital: Forscher und Firmen loten die Zukunft aus

Neue Studie zum bundesweit einzigartigen Strick-Cluster Baden-Württemberg

Stuttgart, 27.04.2017 – Die Digitalisierung verändert auch die Textilindustrie. Doch wieviel „4.0“ steckt bereits in Stoff und Kleidung? An den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung in Denkendorf (DITF) werden heute neue Erkenntnisse präsentiert. Die Forscher haben zur Veranstaltung „Textil digital – die Zukunft der textilen Produktion am Beispiel des Strick-Clusters Baden-Württemberg“ eingeladen und stellen die Ergebnisse der Studie „Strick 4.0“ vor. Begrüßen wird die Staatssekre-tärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Katrin Schütz. Wie sich ein Unternehmen durch die Digitalisierung weiterentwickelt und verändert, berichtet Helmut Schlotterer, Inhaber der exklusiven Damenmodemarke Marc Cain. Daneben werden die Handlungsfelder vorgestellt, die sich aus der Studie ergeben und die ein Unternehmen bearbeiten muss, um eine erfolgreiche digitale Transformation seiner Geschäftsfelder erreichen zu können.

Um die Chancen der textilen Produktion von morgen aufzuzeigen, haben der Wirt-schafts- und Arbeitgeberverband Südwesttextil und das Wirtschaftsministerium im Herbst 2015 die Denkendorfer Institute mit der Studie beauftragt und diese auch finan-ziert. „Wir wollen den digitalen Transformationsprozess aktiv angehen und als Vorrei-ter mitgestalten. Denn der Erfolg des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg hängt davon ab, dass wir die Nase im Technologiewettbewerb vorne haben und intelligente Anlagen, Produkte und Dienstleistungen gestalten können. Durch die Etablierung von Industrie-4.0-Systemen kann auch die hiesige Strickerei-Industrie ganz neue Erfolgs-konzepte umsetzen und innovative Geschäftsbereiche erschließen“, so Wirtschafts-staatssekretärin Katrin Schütz.

„Textilien bieten wegen ihrer individualisierten Produktion großes Potenzial für das Thema Industrie 4.0,“ so Verbandspräsident Bodo Th. Bölzle. Schon heute sei man etwa bei der virtuellen Bekleidungsentwicklung sehr viel weiter, als viele dieser Traditi-onsbranche zutrauen würden. Da das Land über ein einmaliges Kompetenzcluster Strickerei verfügt, zu dem nicht nur Weltmarktführer im Bereich Strickmaschinen, son-dern auch innovative, erfolgreiche Zulieferer und Anwender der Technologie im Be-reich der modischen sowie der technischen Textilien gehören, schien diese Branche als Beispiel besonders geeignet für einen Statusbericht „4.0“. Von den Ergebnissen erhofft sich Südwesttextil Impulse für die gesamte textile Wertschöpfungskette.

Die Kurzfassung der Studie steht unter www.suedwesttextil.de zum Download bereit.
Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist Deutschlands zweitgrößte Konsumgüterindustrie. Südwesttextil vertritt die Interessen der Branche in Baden-Württemberg. Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband ist eine Gemeinschaft von rund 200 Unternehmen mit 7 Mrd. Euro Umsatz und 24.000 Beschäftigten. Viele sind wichtige Zulieferer für die Autoindustrie, Luft- und Raumfahrt und Medizin oder machen mit attraktiver Mode und hochwertigen Heimtextilien den Alltag schöner und komfortabler. Südwesttextil ist Berater für seine Mit-glieder, Netzwerker in Politik und Wirtschaft, Sozialpartner in der Tarifpolitik, Förderer der Textilforschung und des Engagements für soziale und ökologische Standards. Textil aus Baden-Württemberg ist der Stoff, aus dem die Zukunft ist.

Bildunterschrift:
Landkarte des Spitzenclusters Strick in Baden-Württemberg

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