Tariferhöhung um 2% in der deutschen Lederwarenindustrie

Tariferhöhung um 2% in der deutschen Lederwarenindustrie

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Nach ganztägigen Verhandlungen sind am 23. März 2017 die Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen zwischen der IG BCE und den Vertretern der deutschen Lederwarenindustrie in der ersten Runde in Iphofen abgeschlossen worden. „Wir haben ein der allgemeinen wirtschaftlichen Situation angemessenes, moderates Ergebnis erzielt“, kommentiert Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der deutschen Schuh- und Lederwarenindustrie den Abschluss. Demnach werden die Tariflöhne und –gehälter ab dem 1. März 2017 um 2% erhöht bei einer Laufzeit von zwölf Monaten bis zum 28. Februar 2017. Ab dem 1. März 2018 erfolgt eine weitere Erhöhung um 0,7%. Des Weiteren werden die Ausbildungsvergütungen ab dem 1. März 2017 wie folgt erhöht: im 1. Ausbildungsjahr auf 750 Euro, im 2. Ausbildungsjahr auf 790 Euro, im 3. Ausbildungsjahr auf 820 Euro und im vierten Ausbildungsjahr auf 860 Euro.

Außerdem haben die Tarifparteien einen bundeseinheitlichen Abschluss zur Zahlung des Weihnachtsgeldes getroffen. Der Abschluss sieht vor, dass die Jahresleistung von 60% eines Monatseinkommens künftig auch erfolgsabhängig in einer Bandbreite von 40 bis 80% des Monatseinkommens gestaltet werden kann. Außerdem können die Betriebsparteien ein Öffnungsmodell mit einer Reduzierung auf bis zur Hälfte der Jahressonderzahlung vereinbaren. „Ich begrüße die Neugestaltung der Weihnachtsgeldzahlung sehr. Die erfolgsabhängige Regelung bietet den Unternehmen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten deutlich mehr Flexibilität“, ist Manfred Junkert überzeugt.

Berlin, 24. März 2017
Kontakt:
Dr. Claudia Schulz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit HDS/L
E-Mail: c.schulz@hdsl.eu

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