MAROC IN MODE –MAROC SOURCING • Marrakesch, 11. + 12. Oktober 2018

MAROC IN MODE –MAROC SOURCING • Marrakesch, 11. + 12. Oktober 2018

MAROC IN MODE – MAROC SOURCING

                Marrakesch, 11. + 12. Oktober 2018

 

Der komprimierte Überblick über die marokkanischen Fashion Industrie mit Spezialisten für Fast Fashion und Denimwear

1.853 Besucher, darunter markenstarke Unternehmen sowie die Topliste der vertikalen Anbieter

Schnelle Lieferzeiten, schnell auf Trends reagieren zu können, sind extrem wichtige Faktoren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Mit dem Fast-Fashion Konzept hat sich die Branche stark verändert. Flexibilität bei der Beschaffung und Produktion von Musterteilen, kleinen Serien innerhalb sehr kurzer Zeit ist erforderlich und verleiht diesem Ecosystem in Marokko einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zu Europa, die der Schnelligkeit in der Produktion weiteren Vorschub leisten. Auch die Zollfreiheit aufgrund der EU-Vereinbarung erleichtert den Warenverkehr.

1853 Besucher aus 22 Nationen haben die Maroc in Mode – Maroc Sourcing genutzt, um nach neuen Produktionsunternehmen zu recherchieren und bereits bestehende Kontakte zu intensivieren und zu konkretisieren. 1.179 Besucher kamen aus Marokko, 674 aus dem Ausland: 32% aus Frankreich, gefolgt von 8,5% aus Italien, 8% aus UK, 7% aus Portugal, 7% aus Spanien, 6,5% aus Deutschland etc. Die Besucher setzten sich aus allen Handelsbereichen wie Modekonzernen, Filialisten, Online-Handel oder markenstarken Modeherstellern zusammen, von Discountern bis zu Luxusdesignermarken. Fast Fashion und nachhaltige Produktion standen im Fokus der Besucher, zudem hat die Qualität der Produktion viele Besucher beeindruckt.

Marokkos wichtigster Wirtschaftszweig auf Wachstumskurs 

Heute gehört Marokko zu den zehn führenden Bekleidungsproduzenten in die EU und ist zweitgrößter Lieferant der Mittelmeeranrainerstaaten. „Die marokkanische Bekleidungsindustrie zeigt eine sehr große Dynamik, trotz des starken internationalen Wettbewerbsumfeldes. Seit 2012 wächst der marokkanische Bekleidungssektor kontinuierlich mit einem Rekordumsatz der Exporte im letzten Jahr von 37 Mrd. Dirham (2,65 Mrd. Euro)“, so Mohamed Tazi, Generaldirektor von AMITH, Veranstalter der Maroc in Mode in Partnerschaft mit AMDIE (Moroccan Agency for the Development of Investments) und der Groupe Banque Populaire.

Die Textilindustrie wird stark von Regierungsseite unterstützt, im Rahmen des PAI (Plan Acceleration Industriel) wird intensiv in die Entwicklung dieses wichtigen Wirtschaftszweiges mit 200.000 Arbeitsplätzen und 1.600 Firmen, Marokkos größter Arbeitgeber, investiert. Marokko ist eines der wenigen Länder mit einer konzertierten Strategie für die Entwicklung des textilen Sektors. Hierzu gehörte die Identifizierung der Eco-Systeme und deren Lokomotiven, die die kleineren Firmen in dem jeweiligen Segmenten mit sich ziehen und unterstützen: Fast Fashion, Denim, Knit, Technical Textiles, Home Textiles und Industry Retailer. Der Plan ist aufgegangen, die positive Dynamik zeigt sich in allen Regionen des Landes wie Casablanca, Tangier, Rabat etc. und in allen Eco-Systemen.

AMITH kündigt weitere Zusammenarbeit an 

Ein weiterer Schritt den Export der marokkanischen Produktion zu fördern, ist die angekündigte Zusammenarbeit von AMITH und AMDIE mit dem Internationalen Handelszentrum (ITC), eine gemeinsame Organisation der WTO und der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Mit dem GTEX-Programm soll die Exportwettbewerbsfähigkeit des marokkanischen Textil- und Bekleidungssektors gestärkt werden, ein Mehrwert in der gesamten Wertschöpfungskette geschaffen werden. Mehr als 30 kleine und mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Fast Fashion, Denim und Knit werden mit Trainingsmaßnahmen von der Beschaffung bis zum Exportmarketing von Experten gecoacht und mit neuen Märkten und Kunden vernetzt.

Maroc in Mode – Maroc Sourcing: ein komprimierter Überblick über das Angebot der marokkanischen Bekleidungsindustrie

128 Aussteller aus 9 Ländern aus den Ecosystemen Fast Fashion, Denim, Knit, Tailored Fashion etc. zeigten sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Messe. Besonders lobten die Firmen die neuen Kontakte zu Händlern und Marken aus dem nordeuropäischen Raum wie Deutschland, den Niederlanden und Schweden. Auf den Bedarf dieser Kunden, wie z.B. kleinere Liefermengen oder spezielle Größentabellen zu akzeptieren, stellen sich die marokkanischen Produzenten inzwischen ein, so zum Beispiel Abderrahmane Atfi von Medsourcing: „Wir haben an das Konzept der jungen französischen Onlineplattform `Envie de fraize´ für Umstandsmode geglaubt und sind mit ganz kleinen Liefermengen angefangen. Die Firma ist ein Senkrechtstarter geworden und wir freuen uns, dass wir zusammen gewachsen sind.“

                    Fast Fashion und Ecology auf der Maroc in Mode 

Das größte Angebot stellte der Bereich Fast Fashion mit über 40 Anbietern, darauf folgt der Denim-Bereich. Hier sind Eco-Jeans ein „Muss“: Das Moroccan Denim Cluster präsentierte mehr als 20 Firmen auf der Messe, die nahezu ausnahmslos Denimstoffe verwenden, die mit einer Laser-/Ozontechnik behandelt wurden, Methoden die umweltschonend wenig Wasser für das Finishing der Stoffe benötigen. Die Technik kommt von der spanischen Firma Jeanologia. Joseph Vercher, Jeanologia Director Europe, hat auf der Maroc in Mode das Verfahren in einem Vortrag vorgestellt. Geliefert werden die Stoffe von dem Produzenten Evlox, Aussteller der Messe, der mit allen großen marokkanischen Denimproduzenten zusammenarbeitet. Sustainability war auch das Thema bei den anderen Firmen, wie z.B. bei Apparel Mills, die ebenso wie die Firma Temasa Tétouan Maille (Kunert Fashion GmbH Marokko), Garne aus Öko-Baumwolle anbieten. Apparel Mills hat sich erstmalig als Zusammenschluss von vier Firmen mit der Produktionskette vom Strick, über Färben, Drucken und Produktion auf der Maroc in Mode präsentiert und wurde von einem deutschen Besucher begeistert als Möglichkeit zum „One-Stop-Shopping“ gelobt.

Umweltmanagement, textiles Ökodesign und neue Technologien im Fokus der Vortragsreihe auf der Maroc in Mode – Maroc Sourcing 

Aufmerksamkeit der Austeller und Besucher zogen die Vorträge zu den Themen nachhaltige Textilproduktion und die Veränderung der weltweiten Produktions- und Beschaffungsprozesse auf der Messe auf sich.

  • Vertreter des ZDHC-Programs (Zero Discharge of Hazardous Chemicals) referierten über Umweltmanagement der Unternehmen als ganzheitlichen Ansatz zur Bekämpfung von gefährlichen Chemikalien in der gesamten Wertschöpfungskette, dem sich auch bereits marokkanische Firmen angeschlossen haben.
  • Ein gemeinsames Nachhaltigkeitskonzept und eine einheitlich Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung u.a. von Bekleidungsproduzenten durch den HIGG INDEX war das Thema von Baptiste Carrière Pradal der Sustainable Apparel Coalition (SAC).
  • Mögliche Veränderungen im Produktionsprozess durch Industrie 4.0 und deren Nutzen präsentierte Abdelaziz Sifaoui, Direktor Lectra, ebenfalls Aussteller auf der Maroc in Mode. AMITH hat ihrerseits schon vor einem Jahr eine Think-Tank-Strategie für 4.0 ins Leben gerufen und einen Sektorplan für Human Resources entworfen. Die marokkanischen Hersteller müssen sich auf diese Fabrik der Zukunft vorbereiten, indem sie ihr technologisches Ökosystem entwickeln und das Personal entsprechend ausbilden. 

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MAROC in MODE – MAROC SOURCING

Nächste Ausgabe: Marrakesch, 25.-26. Oktober 2019

www.marocinmode.ma

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