Die Mode von Morgen ist smart – Bericht zur Telekom Fashion Fusion

Die Mode von Morgen ist smart – Bericht zur Telekom Fashion Fusion

Die Mode von Morgen ist smart – Bericht zur Telekom Fashion Fusion

Am Anfang war das Fell.

Bekleidung gehört neben Nahrung und einem Dach über den Kopf seit unzähligen Zeiten zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Kleidung bietet uns Schutz vor belastenden Umwelteinflüssen: Der Regenmantel im Regen, der Kittel im Chemielabor, der Pelzmantel im Winter, die Warnweste im Verkehr. Schon die Neandertaler vor circa 130 000 Jahren hängten sich zum Schutz vor der Kälte der Eiszeit unbearbeitete Tierfelle um ihre Körper. Im Laufe der Zeit diente Mode immer mehr der Selbstdarstellung, um sich nach eigenem Belieben in Szene zu setzen.

Die Mode von Morgen

kann aber noch viel mehr, als uns zu schützen, uns warm zu halten und uns zu schmücken. Die voranschreitende Digitalisierung und Technologie macht auch vor der Mode keinen Halt mehr. Die Art, Kleider zu nutzen und zu tragen, verändert sich. Die stets kleiner und günstiger werdende Mikroelektronik lässt sich immer einfacher latent in Textilien integrieren und verweben. Ferner existieren mittlerweile sogar smarte Textilien, die auch noch nach zahlreichen Waschgängen funktionstüchtig bleiben. Künftig wird unsere Kleidung also smart und intelligent. Wir kennen dieses Prinzip schon von der elektronischen Armbanduhr, der Smartwatch, die neben der Uhrzeit auch weitere Informationen darstellen und sich über Apps vom Anwender individuell mit neuen Funktionen aufrüsten lassen kann. Das ist lediglich der Beginn des Wandels. Kleidung und Accessoires avancieren etappenweise zu Hightech Produkten. Es ist durchaus möglich, dass wir künftig nur noch über unsere Kleidung miteinander kommunizieren werden und unsere Smartphones in die ,,Altsmartphonetonne“ werfen können.

Und was benötigt smarte Mode? Konnektivität und ein sicheres Netzwerk! Wer könnte da ein besserer Kooperationspartner sein als die Deutsche Telekom?!

Verschmelzung von Fashion und Technik

Das Ziel der Telekom ist es, mit der Initiative ,,Fashion Fusion“ relevante, funktionale, nachhaltige und hauptsächlich intelligente Mode zu entwickeln und visionäre Modekonzepte zu verwirklichen. Wie kann Technik den Alltag der Menschen, ohne dass die Produkte und Services unbezahlbar werden, bereichern? Wie macht man sie marktfähig? Wie können Kabel und Akkus intelligent und latent in smarte Fashion verarbeitet werden, damit man nicht völlig verkabelt in der Welt herumspazieren muss? Die Telekom fördert innovative Smart-Fashion-Konzepte und deren Umsetzung bis zur Marktfähigkeit. Für die Telekom ist die Initiative ,,Fashion Fusion“ nicht nur einfaches Projekt. Selbstverständlich steht auch in Planung, damit zwangsläufig Geld zu verdienen – ob als Gestalter, Begleiter oder Kooperationspartner. Sie glauben fest an die voranschreitende Entwicklung der Technik und unterstützen diese. Im Gegensatz zu Frankreich und Italien hat die Deutsche Modebranche noch Recht wenig Anerkennung in Europa gefunden und findet vielleicht durch den Ingenieursaspekt und den neuen Ansatz der smarten Fashion eine neue Platzierung in der europäischen Fashionwelt.

Fashion Fusion

Im Rahmen der Berliner Fashion Week kürte die Telekom vor zwei Jahren die Sieger des ersten Fashion Fusion Wettbewerbs. Einer der letzten drei Preisträger hat anschließend sein eigenes Start-Up-Unternehmen gegründet: Trainwear. Ein virtueller, in Sportbekleidung integrierter Personal Trainer.

Auch dieses Jahr hat eine Jury aus namhaften Vertretern der Industrie und Modeszene zehn Finalistenteams ausgewählt, die von Februar bis Mai bei der Realisation ihrer Projekte von Experten betreut und trainiert werden. Im Fashion Fusion Lab bekommen die Finalisten die Gelegenheit, ihre Konzeptideen in einer vollständig ausgestatteten Smart-Fashion-Werkstatt mit unterschiedlichen Laser Cuttern und 3D-Druckern, zu verwirklichen. Auf der Berliner Fashion Week werden im Rahmen einer Fashion Fusion Award Ceremony im Juli 2018 ihre Prototypen vorgeführt und anschließend der Gewinner unter ihnen verkündet.

Beim Pressefrühstück im April 2018 durfte Europefashion die zehn Finalistenteams dieses Jahres kennenlernen und interviewen.

Navigationsarmbänder für Menschen mit eingeschränkten Sehvermögen, intelligente Orthose, die dabei helfen soll, durch elektrische Impulse Fehlstellungen zu korrigieren und die Haltung zu verbessern, virtuelles Anprobieren von Kleidung beim Onlinekauf, um die Umtauschrate zu reduzieren und intelligente Kleidung mit Kommunikationsfeatures. Innovationen, die definitiv für den Endverbraucher von Interesse sein werden.

Stellen sich nur noch die Fragen, inwiefern eine solche Art an Technik unser Leben wirklich bereichern wird. Wie selbstständig bleibt der Mensch? Schaffen wir uns neue Abhängigkeiten? Entschärft der Blinde seine anderen Sinne, wenn er ein Navigationsarmband benutzt? Wird der Einzelhandel noch mehr zerstört, wenn der Endverbraucher seine Kleidung virtuell zu Hause anprobieren kann? Widmen wir unserem Gesprächspartner noch unsere volle geistige Aufmerksamkeit, wenn Kommunikation immer einfacher digital zu bedienen ist? Wenn alles nur noch digital läuft, wie angreifbar und durchschaubarer werden wir? Kann Technik so sicher werden, sodass sie nicht gehackt und zu unserem Nachteil benutzt werden kann? Schlägt der Roboter letztendlich den Menschen? Und heißt es dank der voranschreitenden Digitalisierung ,,Adieu Arbeiter! Willkommen Maschine!“ ?

Fragen über die wir uns künftig Gedanken machen sollten…

Wir drücken allen Finalistenteams ganz fest die Daumen und freuen uns auf die FINALE SHOW.

Alexia

 

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