BTE • Vorsicht bei Black Friday-Werbung!

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  1. Vorsicht bei Black Friday-Werbung!

Wortmarke beim Deutschen Patentamt geschützt

Nach den meist ordentlichen Umsätzen der letzten Wochen aufgrund des endlich jahreszeitlich passenden Wetters ist die Lage an der Preisfront derzeit überwiegend ruhig. Das dürfte sich allerdings um den 25. November ändern, dem diesjährigen „Black Friday“.

Hintergrund: Der Freitag nach dem Feiertag Thanksgiving markiert in den USA als sog „Black Friday“ traditionell den Beginn des Weihnachtsgeschäfts, bei dem der Handel mit Rabatten und Sonderangeboten die Massen zum Einkauf lockt. Vor allem durch die Online-Anbieter ist dieser Trend mittlerweile auch in Deutschland angekommen. Im letzten Jahr beteiligten sich schon etliche stationäre Fachgeschäfte und Ketten (z.B. Zara) an der Aktion und gaben an besagtem Freitag und zum Teil dem nachfolgenden Samstag Nachlässe von meist 10 bis 20 Prozent.

In diesem Jahr ist damit zu rechnen, dass sich noch mehr Unternehmen am „Black Friday“ beteiligen. Problemlos anhängen kann man sich als Händler allerdings nicht. Schließlicht hat die Plattform www.blackfridaysale.de kürzlich auf ihrer Website verkündet, dass sie sich beim Deutschen Patent- und Markenamt die alleinigen Markennutzungsrechte an der Wortmarke „Black Friday“ auf dem deutschen Markt gesichert hat.

Das bedeutet: Werbeaktionen mit einem direkten Bezug zum Begriff „Black Friday“ könnten Abmahnungen nach sich ziehen, wenn man sich nicht entsprechend autorisierten Werbeplattformen anschließt. Es ist zwar fraglich, ob der Begriff markenrechtlich überhaupt als schützenswert gilt, momentan können aber Ansprüche geltend gemacht werden.

BTE-Tipp: Der „Black Friday“ sollte keinesfalls der Startschuss für breite Rabattaktionen im Modehandel werden. Üblicherweise gelten die Black Friday- Nachlässe nur ein oder zwei Tage, anschließend werden die Preise wieder angehoben. Sinnvoll sind zu diesem Zeitpunkt allenfalls Rabatte auf schlecht laufende Artikel oder Übergangsware!

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  1. Winter-Schluss-Verkauf ab 30. Januar

Der BTE empfiehlt als Starttermin für den nächsten Winter-Schluss-Verkauf den 30. Januar 2017. Das ist der letzte Montag im Januar und damit der früher gesetzlich vorgeschriebene Termin.

Der nächste Sommer-Schluss-Verkauf soll am Montag, den 31. Juli 2017, beginnen.

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  1. Reptillederwaren: Auf Artenschutzfahne achten!

 Artikel aus Reptilleder haben im hochgenrigen Modehandel immer noch eine Marktbedeutung. Den Schwerpunkt bildeten im Jahr 2015 nach Aufzeichnungen des Internationalen Reptillederverbands (IRV) zwar Uhrenarmbänder mit über 166.000 entsprechenden Artikeln, es wurden aber im letzten Jahr auch 444 Handtaschen, 1.918 Kleinlederwaren und 61 Gürtel aus Leder geschützter Arten an den deutschen Einzelhandel verkauft. Entsprechende Schuhe und Bekleidung wurden zuletzt 2014 an den Einzelhandel ausgeliefert.

BTE-Tipp: Wer Artikel aus Leder geschützter Arten im Sortiment führt, sollte unbedingt darauf achten, dass die angebotenen Waren eine Artenschutzfahne des IRV tragen. Denn damit lässt sich zweifelsfrei nachweisen, dass die Artikel gemäß Washingtoner Artenschutzabkommen auch verkauft werden dürfen. Die alternativ als Nachweis möglichen sog. CITES-Zertifikate sind im Handling sehr viel komplizierter.

Wie wichtig ein sauberer Nachweis ist, belegt ein aktuelles Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin: Die Richter entschieden, dass der Verkauf von Produkten aus Tieren besonders geschützter Arten nur zulässig ist, wenn der Verkäufer den zweifelsfreien und ein konkretes Tier betreffenden Nachweis der Vermarktung führen kann. Im behandelten Fall beschlagnahmte das Bezirksamt Mitte in dem Berliner Kaufhaus Galeries Lafayette sechs hochwertige Handtaschen, einen Gürtel und elf Uhrenarmbänder aus Alligator-, Teju- und Pythonleder im Wert von insgesamt 23.000 Euro. Für diese Produkte lagen nach Auffassung des Bezirksamtes keine ausreichenden artenschutzrechtlichen Nachweise vor. Der Hinweis, dass die hochpreisigen Produkte von weltbekannten Luxusmarken und damit nicht aus zweifelhafter Provenienz stammten, reiche nicht.

Hinweis: Weitere Informationen zum Thema auf der IRV-Website unter www.irv-ra.de.

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  1. Urlaubsplaner 2017

 

Für einen reibungslosen Personaleinsatz im Einzelhandel ist die Steuerung der Urlaubspläne der Mitarbeiter unerlässlich. Dabei hilft der „Personal-Abwesenheitsplan 2017“ im praktischen ausklappbaren DIN A 4-Format, der den Urlaub für bis zu 20 Mitarbeiter übersichtlich festhält. Da das Kalendarium bis einschließlich April 2018 fortgeführt ist, können auch Urlaubsüberhänge kontrolliert werden.

Hinweis: Der Urlaubsplaner ist zum Preis von 6,95 EUR zzgl. MwSt. und Versand zu beziehen beim ITE-Verlag, Postfach 101865, 50458 Köln, Fax 0221/92150910, E-Mail: itebestellungen@bte.de und im BTE-Webshop unter www.shop.bte.de.

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