BTE • Mittelständischer Modefachhandel: 2015 nur mäßiger Gewinn

BTE • Mittelständischer Modefachhandel: 2015 nur mäßiger Gewinn

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  1. Mittelständischer Modefachhandel: 2015 nur mäßiger Gewinn

Ergebnisse des BTE-Jahresbetriebsvergleichs

Der inhabergeführte, mittelständische Bekleidungsfachhandel hat im Jahr 2015 im Durchschnitt einen betriebswirtschaftlichen Gewinn in Höhe von 2,4 Prozent vom Bruttoumsatz erzielt. Einer Netto-Betriebshandelsspanne von 39,5 Prozent standen Kosten von 37,0 Prozent gegenüber (Rundungsdifferenz!). Zusätzlich wurden Erträge aus Skonti und Boni in Höhe von durchschnittlich 1,1 Prozent erzielt. Dieser Wert wurde allerdings nur angegeben, wenn er nicht bereits in der Handelsspanne berücksichtigt war.

 

Dies ist das zentrale Ergebnis des BTE-Jahresbetriebsvergleichs für das Jahr 2015. An dem Vergleich beteiligten sich insgesamt fast einhundert Textilhandelsunternehmen mit Jahresumsätzen zwischen unter 200.000 und über 80 Mio. Euro brutto, für die verschiedene Größenklassen gebildet wurden. Im Durchschnitt erzielten die Teilnehmer 2015 einen Brutto-Umsatz in Höhe von 8,9 Mio. Euro.

 

Für die Durchschnittsberechnung wurden die gemeldeten Zahlen gleich gewertet, eine Gewichtung nach Umsatz wurde nicht vorgenommen. Die Unternehmen wurden dem Sortimentsschwerpunkt „Damenbekleidung“ oder „Herrenbekleidung“ zugeordnet, wenn der darauf entfallende Umsatzanteil mindestens 60 Prozent betrug. Ansonsten wurde der Teilnehmer der Gruppe „gemischtes Sortiment“ zugeordnet.

 

Ein Vergleich mit den vom BTE veröffentlichten Zahlen der Vorjahre ist kaum möglich, da Zahl und Zusammensetzung der Teilnehmer unterschiedlich waren. Der ausgewiesene Gewinn in Höhe von 2,4 Prozent vom Bruttoumsatz (ohne Skonti/Boni) ist aber sicherlich nur ein mäßiges Ergebnis für den mittelständischen Modefachhandel. Er erreicht  längst nicht die Rendite vieler vertikaler Handels- und Herstellerunternehmen.

 

Bei Vergleichen mit anderen Berichtskreisen und der Interpretation des Betriebsergebnisses ist zudem zu berücksichtigen, dass der kalkulatorische Unternehmerlohn mit umsatzbezogenen Werten von 1 bis 5 Prozent vom Umsatz vorgegeben wurde (detaillierte Informationen dazu unter www.bte.de, Stichwort: Betriebsvergleich). Für größere Unternehmen ist ein Wert von 1 Prozent in etlichen Betriebsvergleichen üblich, bei kleinen Unternehmen gibt es zum Teil unterschiedliche Ansätze, die sich dann unmittelbar auf das Betriebsergebnis auswirken können. Zum besseren Vergleich von Personen- und Kapitalgesellschaften wurde das Geschäftsführergehalt bereits seit 2013 mit in diese Position aufgenommen.

 

Hinweis: Die betriebswirtschaftlichen Kosten- und Leistungszahlen für den Bekleidungshandel im Jahr 2015 sowie weitere Daten zum deutschen Textilmarkt werden im BTE-Taschenbuch des Textileinzelhandels 2017 veröffentlicht, das noch vor Weihnachten erscheinen wird. Mitglieder im Einzelhandelsverband erhalten das BTE-Taschenbuch in der Regel kostenfrei über ihren jeweiligen Verband, alle anderen Interessenten können das BTE-Taschenbuch ab Ende 2016 bestellen im BTE-Webshop unter www.shop.bte.de.

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  1. Leistungsgerechte Bezahlung im Modehandel

Die Gehälter im Modehandel sorgen immer wieder für Diskussionen zwischen Unternehmer und Mitarbeitern. Abhilfe schaffen kann ein intelligentes leistungsabhängiges Vergütungssystem. Es unterstützt zum einen die Durchsetzung der Unternehmensziele, weil der individuelle Beitrag des Einzelnen oder der Gruppe zum geschäftlichen Erfolg gezielt belohnt wird. Zum anderen lässt sich die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen, weil sich überdurchschnittlicher Einsatz auszahlt.

Der Ende 2015 in der Fachreihe BTE-Praxiswissen Textil | Schuhe | Leder erschienene Titel „Vergütungsformen für den Modehandel – Grundgehalt, Mindestlohn, Lohnersatzleistungen, variable Leistungsentlohnung“ befasst sich auf rund 60 Seiten ganzheitlich mit diesem Thema. Behandelt werden u. a. die Fragen:

Welche Personalkosten verträgt ein Unternehmen?

Wie hoch sollte der Anteil einer variablen Vergütung sein?

Welche Zusatzleistungen zur Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit bieten sich an?

Wie lassen sich leistungsbezogene Vergütungen als Team- oder Einzelprämien gestalten?

Welche Kennziffern sind relevant?

Rechenbeispiele und Excel-Tabellen verdeutlichen die konkrete Handhabung in der Praxis. Abgerundet wird die Publikation durch Hinweise zu arbeitsrechtlichen Aspekten und dem Umgang mit dem Mindestlohn.

Hinweis: Die Publikation ist zu bestellen im BTE-Webshop unter www.shop.bte.de, wo auch das Inhaltsverzeichnis einsehbar ist, oder per E-Mail an itebestellungen@bte.de. Preis: 39,25 Euro zzgl. 7 % MwSt. und Versand für die Print-Version bzw. 35,29 Euro zzgl. 19 % MwSt. für den Download. EHV-Mitglieder erhalten unter Angabe ihrer EHV-Mitgliedsnummer einen Rabatt in Höhe von 20 Prozent.

 

 

 

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