VAUDE Material-Entwicklung erhält Award auf den Performance Days in München

VAUDE Material-Entwicklung erhält Award auf den Performance Days in München

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VAUDE Material-Entwicklung erhält Award auf den Performance Days in München

Weniger Mikroplastik dank neuem biologisch abbaubarem Fleece-Stoff

Der italienische Stoff-Produzent PONTETORTO stellt den weltweit ersten Fleece-Stoff mit einer angerauten Innenseite vor, deren Fasern biologisch abbaubar sind, auch im Meerwasser. Das Tettnanger Out­door-Unternehmen VAUDE, Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit, hat den Stoff gemein­sam mit PONTETORTO entwickelt. Im Rahmen der Textil-Fachmesse Performance Days in München (8./9. November) wurde der Stoff erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und gleich mit dem Eco Performance Award der Messe ausgezeichnet.

Der Artikel Nr. 8852 M mit dem Namen BIOPILE ist der erste Fleece-Stoff, des­sen Faserflor kein gefährliches Mikroplastik absondert und damit Gewässer und  Lebewesen vor die­ser Gefahr schützt. Das Besondere an BIOPILE ist die Konstruktion. Die innere, angeraute Seite des Stoffes besteht nicht (wie bei herkömmlichem Fleece) aus Polyester, sondern zu 100 % aus der Holz-Zellulosefaser Ten­cel® der Firma Lenzing. Diese Faser ist biolo­gisch abbaubar – sogar im Meerwasser! Sollte der Stoff also beim Waschen kleinste Tencel®-Partikel von der gerauten Seite absondern, zersetzen sich diese in jeder Umgebung in nur rund 90 Tagen rück­standsfrei und gefährden damit keine Lebe­wesen. Der Stoff, der in Moment in drei Ge­wichtsklassen angeboten wird, ist das neueste Highlight aus der Ecosystem-Fami­lie von PONTETORTO. Auf der glatten Außen­seite kommt zu 100 % (recyceltes) Polyester zum Einsatz, auch andere Qualitäten sind möglich. BIOPILE vereint alle Vorteile von hoher Funktionalität mit dem Umweltschutz­gedanken, denn Tencel® gilt als natürliche Funktionsfaser und hat sehr gute klimaregu­lierende und feuchtigkeits-transportierende Eigenschaften. Es ist absolut haut­freundlich und auch für Allergiker problemlos zu tragen. Und die weiche Innensei­te von BIOPILE kratzt nicht und schmeichelt der Haut.

BIOPILE kommt zum Start exklusiv in der VAUDE Kollektion Winter 18-19 zum Einsatz. Die Tettnanger zeigen mit ihrer „Green Shape Core Collection“ die Zukunft nachhaltig-innovativer Sport-Bekleidung auf und verarbeiten dazu eine ganze Reihe exklusiver Öko-Materialien – wie das neue Biopile Fleece, biobasiertes Nylon oder Isolation aus nachwachsenden Kapok-Fasern. Diese Green Shape Core Collection wird erstmals auf den Fachmessen Ethical Fashion Show in Berlin (16.-18.Januar 2018) und der ISPO Munich (28.-31.Januar 2018) präsentiert werden.

VAUDE Geschäftsführerin Antje von Dewitz: „Die Plastikverschmutzung in der Umwelt ist ein globales Problem – mit katastrophalen Auswirkungen in den Weltmeeren. Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern aus der Textilindustrie unseren Beitrag zur Lösung des Problems beitragen, und freuen uns, dass wir nun erstmals ein biologisch abbaubares Fleecematerial einsetzen können. Die nächsten Jahre werden wir weiter intensiv forschen, um Mikroplastik in der Umwelt zu vermeiden.“

Initiative gegen Mikroplastik in der Umwelt

VAUDE ist Gründungsmitglied des Verbundprojekts „TextileMission“, das am 1. September 2017 gestartet wurde. „TextileMis­sion“ verfolgt einen interdisziplinären For­schungsansatz, der zwei Lösungswege in den Fokus rückt: Zum einen sollen durch textil­technische Forschung und die Opti­mierung von Produktionsprozessen Textilien entwickelt werden, die im Vergleich zu heute auf dem Markt ver­fügbaren Produkten einen deutlich geringeren Mikropartikelausstoß auf­weisen. Dabei testen die Textilfor­scher gemeinsam mit den beteiligten Sportbekleidungsherstellern auch biologisch abbaubare Fasern als umweltschonende Alternative. Zum anderen wollen die Projektpartner zur Optimierung der Kläranlagentechno­logie beitragen. „TextileMission“ läuft über einen Zeitraum von drei Jahren und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förder­schwerpunkts „Plastik in der Umwelt – Quel­len, Senken, Lösungsansätze“ mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert.