Textil- und Bekleidungsindustrie ist für TTIP

Textil- und Bekleidungsindustrie ist für TTIP

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Der Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie hat sich für das Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU ausgesprochen. „Der amerikanische Markt hat für viele Unternehmen ein großes Zukunftspotenzial“, sagte der Präsident des Verbandes der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (Münster), der rund 260 Unternehmen der Branche in Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg vertritt.

Nach einer aktuellen Verbandsumfrage unterhalten rund 35 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Verbandes Geschäftsbeziehungen mit den USA, die der wichtigste außereuropäische Auslandsmarkt der Branche seien. „Wir erwarten von TTIP vor allem Handelserleichterungen“, sagte Holtgrave. Gegenwärtig gebe es eine Vielzahl von Vorschriften und Regelungen, die den Export in die USA erschwerten. Holtgrave nannte als Beispiel unterschiedliche Zollsätze für Outdoorjacken, je nachdem ob es sich um einen Herren- oder um eine Damenjacke handele. Auch die US-Vorschrift, nach der die Etiketten von Hemden im Nacken angenäht sein müssten und nicht wie in Europa üblich seitlich an der Taille, sorge für einen erheblichen Mehraufwand.

Holtgrave geht davon aus, dass insbesondere die Hersteller von technischen Textilien von einem Freihandelsabkommen mit den USA profitieren. „Unsere Unternehmen sind in dem Bereich Weltmarktführer und wichtiger Zulieferer für die Industrie zum Beispiel im Automobilbereich. In den USA können sie wichtige Marktanteile erobern, die Arbeitsplätze in Deutschland sichern helfen“, sagte der Unternehmer. Das gegenwärtige komplizierte Regelungswirrwarr mache es dagegen für Unternehmen attraktiver, direkt in den USA Werke zu eröffnen, als den US-Markt von Deutschland aus zu beliefern.

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