MAROC IN MODE – SOURCING IN MAROC

MAROC IN MODE – SOURCING IN MAROC

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Marrakesch, vom 19. bis 20. Oktober 2016
Schnell, schneller am schnellsten: Short-Term-Delivery im Fokus
– Mehr als 1.491 Besucher trafen auf 115 Aussteller
– Quick Response im Modebereich vom Handel gefordert
– Höchste Kompetenz bei Denimwear
– Teamarbeit: Marokkanische Regierung und marokkanische Textilverbände
– Textilsektor in Marokko wächst

1.491 Besucher kamen zur MAROC IN MODE – SOURCING IN MAROC vom 19. – 20. Oktober in Marrakesch. 706 Besucher kamen aus dem Ausland: 35% aus Spanien, 26% aus Frankreich, 7% aus Sub-Sahara Afrika (Burkina Faso, Kongo, Elfenbeinküste, Gabun, Gambia, Mali, Mauretanien und Senegal), 7% aus UK, 6% aus Italien, 6% aus Deutschland, 6% aus Tunesien, 5% aus der Türkei und 5% aus Portugal. Einige Besucher kamen auch aus Brasilien und der Schweiz.

Sie nannten Fast Fashion als ersten und wichtigsten Grund für eine Partnerschaft mit marokkanischen Produzenten. Analysen des French Fashion Institute zufolge steigt der Bedarf an Fast Fashion enorm und deckt mittlerweile mehr als 25% der gesamten Einkäufe ab, aber auch Short-Term-Deliveries bis zu sechs Monate steigen mit 35% am Gesamtvolumen. Mohamed Tazi, General Director von AMITH, dem marokkanischen Textilverband, bestätigt diese Stärke der marokkanischen Industrie: „In den letzten zwei Jahren wurde dem Thema Fast Fashion immense Aufmerksamkeit geschenkt. Marokko steht in der weltweiten Rangliste von Mode-Exporteuren an siebter Stelle. Wir haben hohe Ziele diesen Industriesektor hinsichtlich Qualität, Nachhaltigkeit, Technologie und Logistik noch weiter zu fördern.“

Abderrahman Atfi von MedSourcing und Vorstand von AMITH: “Die Inditex Gruppe hat ihre Produktionen in Marokko verdoppelt. Aus diesem Grund hat unser Unternehmen jetzt ein eigenes Büro in La Coruna eingerichtet um dadurch noch besser mit kurzfristigen Lieferungen dienen zu können. Marokkanische Produzenten haben Erfahrung in quick response.”

Besucherstruktur
Mehr als 1.000 Besucher besuchten die MAROC IN MODE, von ihnen 350 aus dem Ausland. Zu den internationalen Besuchern zählten unter anderem: Mustang/D, Charles Voegele/CH, Timezone/D, Sportalm/A, Galerie Lafayette/F, Zadig & Voltaire/F, Desigual/ES, Barbour/UK, Mango/ES, Bershka/ES, Ted Baker/UK, Perry Ellis/UK, Sandro/Fr.

Fast Fashion, ebenso wie der ausgezeichnete Denim-Bereich auf der Messe, stellten ein unschlagbares Angebot dar und bieten die Flexibilität die für zukünftige Planungen nötig sind.
Eine interessante Feststellung ist, dass immer mehr internationale Marken und Retailer/private labeling mit marokkanischen Agenturen zusammenarbeiten, welche im Auftrag ihrer Kunden auf der Messe auswählen/handeln/kaufen. Sie haben die nötige Kenntnis des Marktes und treffen zu Beginn der neuen Modesaison Herbst/Winter 2017/18 die richtigen Entscheidungen, wie auch noch für neue Dispositonen für Frühling/Sommer 2017. Sie agieren komplett im Namen des Kunden von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung.

Auch für marokkanische Produzenten ist die Messe eine wichtige Plattform um ihre Vorlieferanten zu treffen. Einer dieser Vorlieferanten ist die ägyptische ICRG Group, die feinste Baumwollstoffe, aber auch Knitwear und Konfektionskleidung produziert. Maher El Sedawi, Präsident der Gruppe, sagt: “Diese Plattform eignet sich ausgezeichnet um neue potentielle Partner zu treffen. Das Handelsabkommen zwischen Ägypten und Marokko, wie auch mit der EU, ermöglicht es uns, unkompliziert und zollfrei zu liefern. Wir nehmen zum ersten Mal an der Messe Teil, aber wir werden wiederkommen.“

Bemerkenswert war, dass auch afrikanische Käufer aus Sub-Sahara-Afrika auf der Messe vertreten waren und direkte Order erteilt haben.

Ausstellerstruktur
Die 115 Aussteller präsentierten dem Sektor Hauptthemen wie Fast Fashion, Knitwear, Denim, Sportswear und Vorlieferanten. Der Großteil der Aussteller kam aus Marokko. Eines der Ziele ist es jedoch, diesen Sektor durch weitere internationale Teilnehmer auszubauen. Spezialisten aus der Türkei, Tunesien, China, Belgien, Spanien, Frankreich, Portugal und Ägypten zählten ebenso zu den Ausstellern wie Vorlieferanten aus Deutschland. Tunesische Aussteller präsentierten sich in einem tunesischen Gemeinschaftsstand, organisiert von Cepex, der tunesischen Exportorganisation. Aufgrund der Kooperation mit afrikanischen Staaten ist es das erklärte Ziel, zukünftig noch mehr afrikanische Stärke auf der Messe zu demonstrieren.

Viele der marokkanischen Aussteller sprachen über den Produktionsanstieg für die Inditex Gruppe, aber auch für Mango, Top Shop und Marks & Spencer. Matesa, Denimwear und Fast Fashion Spezialist, produziert monatlich zwei Millionen Meter Denim. Sie sind komplett vertikal organisiert. Blue Bird, Produzent von Womenswear von Blusen über Kleider und Hosen bis hin zu Mänteln, zählt Retailer wie Biba UK und House of Frasers zu seinen Kunden. Amin Bouidri von der Larini Group nahm mit deren jüngster Marke, Sabae, teil. Sie bieten begehrte Teile in Form von Tuniken, Shirts, Kleidern, Röcken, Shorts, Jacken, Jumpsuits, Hosen und Mänteln. Ihre wichtigsten Kunden sind Zara, Mango, SuiteBlanco und Desigual. Die Produktion unterliegt der AQL-Kontrolle.

MADE IN MAROC
Die marokkanische Textilindustrie hat klare Ziele und Strategien ausgearbeitet, die zu einer sehr positiven Entwicklung geführt haben. Die Regierung hat diesen Sektor zu einem der wichtigsten des Landes ernannt. Die Textilindustrie kreiert Beschäftigungswachstum und Produktionsanstiege. Ein stringentes Programm wurde entwickelt. AMITH und die Regierung arbeiten dabei als Team, um die Industrie zu unterstützen. Zusammen mit einem Beraterstab (Durchschnittsalter 49 Jahre) wurde ein 5-Jahres-Plan erarbeitet, ehrgeizige Ziele wurden erreicht. Das aktuelle Ergebnis 2016: insgesamt 37 Investmentprojekte, 31.000 zusätzliche Jobs und ein Budget um die Industrie zu fördern. Marokko ist die Nummer eins unter den Produzenten für Fast Fashion-Bedarf, verfügt aber auch über High-End Produzenten wie Clicking Fashion. Ihr Vorteil: die Nähe zu Europa und zollfreie Lieferungen, vor allem das bestehende System: hohe Qualität, jahrzehntelange Erfahrung in der Modeproduktion, Innovationen und Service-Orientierung.

Trends auf der MAROC IN MODE:
Power Stretch Denim, Jersey Stretch Denim, Destroyed Jeans, aufwendige Stickereien im 70er-Stil für Jeans!

Hinweis: Das YVES SAINT LAURENT Museum wird im Herbst 2017 eröffnet. Das Geheimnis um die Kreationen des “Mondrian-Kleides” und des Tuxedos werden gelüftet!

Nächster Termin:
MAROC IN MODE – SOURCING IN MAROC
Marrakesch, 26. bis 27. Oktober 2017
www.marocinmode.ma
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