DIE SCHATTENSEITEN DER MODE

DIE SCHATTENSEITEN DER MODE

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FAST FASHION
DIE SCHATTENSEITEN DER MODE
THE DARK SIDES OF FASHION

FAST FASHION
DIE SCHATTENSEITEN DER MODE

KONZEPT
Die Ausstellung Fast Fashion wirft einen kritischen Blick hinter die Kulissen der glamourösen Mode. Sie bewegt sich in dem magischen Dreieck von KONSUM, ÖKONOMIE und ÖKOLOGIE und fokussiert diese Themenfelder vor der folgenden Matrix: Fashion & Victims; Mangel & Überfluss; Global & lokal; Lohn & Gewinn; Kleidung & Chemie; Bekleidung & Ökologischer Rucksack; Neue Fasertechnologien. Im LABOR entsteht eine Plattform für ethische Modelabels und neue Designansätze des Recycling bzw. Upcycling.

Mode ist ein gesellschaftliches Regelungssystem ganz eigener Art und gilt als Schrittmacher des sozialen Wandels. In diesem Kontext möchte die Ausstellung Fast Fashion die Besucher dazu anregen, sich engagierter mit dem Thema Mode & Konsum und den sozioökonomischen und ökologischen Folgen auseinanderzusetzen. Sie liefert dazu umfassende und in Zusammenarbeit mit wichtigen Fachkollegen recherchierte Informationen und Hintergründe, die in einer eigens für die Ausstellung entworfenen, kongenialen Szenografie präsentiert werden. Im Labor informieren wir über die Möglichkeiten des ethischen Modekonsums und zeigen auf, wie der ethische Kleiderschrank von morgen aussehen könnte. Last but not least stellt sich die Frage: Welche Macht hat der Konsument?

Die Mode war schon immer eng mit dem modernen Kapitalismus verknüpft, gemäß der Devise: „Nur Verschwendung bringt Prestige“. Inzwischen wird die Modewelt beherrscht von global agierenden Konzernen, die nach dem Prinzip der Fast Fashion operieren. Fast Fashion und Konsumgesellschaft beeinflussen sich gegenseitig:

Einerseits bedienen die Bekleidungsunternehmen die Sehnsucht nach dem immer Neuen dadurch, dass sie in kürzester Zeit immer neue Kollektionen auf den Markt bringen. Als global agierende Unternehmen fahren sie zudem eine Preispolitik, die es den Kunden ermöglicht, sich häufiger als tatsächlich notwendig mit neuer Kleidung einzudecken. Neben dem Preis gilt die Macht der Marke, sie wird zum wichtigsten Unterscheidungsmerkmal für den Konsumenten. In keinem Bereich der Konsumgüterindustrie funktioniert das Prinzip „neue Bedürfnisse schaffen“ so gut wie in der Modebranche.

Die Bekleidungsindustrie ist einer der wichtigsten globalen Wirtschaftsfaktoren: denn Kleidung benötigt jeder Mensch. Ein Großteil der Bekleidung für den amerikanischen und europäischen Markt wird in Billiglohnländern,- in China, Indien, Bangladesch, Vietnam oder Kambodscha-, kostengünstig produziert. Als Pionierindustrie hilft die Textilindustrie, weltweit Arbeitsplätze zu schaffen, und damit die Sicherung und Steigerung der Lebenssituation in den Entwicklungsländern voranzutreiben. Andererseits herrschen an den Produktionsstandorten oft inhumane Arbeitsbedingungen. Sicherheitsstandards werden oft nicht eingehalten und die Löhne liegen in der Regel unterhalb des Existenzminimums. Arbeitsplätze und Ausbeutung sind die beiden Seiten derselben Medaille.

Die Herstellung von Bekleidung geht mit einem enormen Ressourcenverbrauch und einer nicht zu unterschätzenden Umweltbelastung einher. Bei der Rohstoffgewinnung, auf dem Transport, in der Gebrauchsphase und bei der Entsorgung wird viel Wasser und thermische Energie benötigt.

Beim Baumwollanbau kommen Pestizide zum Einsatz und im weiteren Verlauf der textilen Kette werden im Produktions- und Verarbeitungsprozess an die 7000 unterschiedliche Chemikalien eingesetzt, um die Kleidung mit bestimmten ästhetischen oder funktionalen Eigenschaften (von sandgestrahlter Jeans bis Outdoor- oder Wellnesskleidung) zu „veredeln“.

DIE AUSSTELLUNG
Fast Fashion ist die erste Ausstellung, die sich umfassend, differenziert und kritisch mit dem Kreislaufsystem Bekleidung auseinandersetzt. Methodisch bringt sie erstmals die unterschiedlichsten Fachleute aus Theorie und Praxis, die sich mit den ökologischen, ökonomischen, ethischen, sozialen und gestalterischen Aspekten auseinandersetzen, zusammen. Fast Fashion bündelt die aktuellen Diskurse zu dieser komplexen Thematik und übersetzt sie in eine neue visuelle Ordnung.

Modellcharakter besitzt die Ausstellung Fast Fashion insofern, als sie weitestgehend ohne Exponate auskommt. Die Informationen werden durch eine kongeniale Ausstellungsarchitektur vermittelt, die als Szenografie fungiert, teilweise Objektstatus einnimmt und dadurch – im Vergleich zu anderen Ausstellungen -, eine ganz andere Bedeutung und Präsenz erhält.

Innovativ ist auch die Verquickung von Ausstellung und Labor. Das Labor bietet Raum für die Akteure, d.h. die Designer und für die Firmen, die mögliche Optionen und Ansätze für eine reflektierte und nachhaltige Mode oder Faserproduktion vorführen. Das Labor ist somit Experimental- und Messeraum zugleich und bildet zusammen mit dem Vermittlungs- und Rahmenprogramm das zentrale Praxisscharnier zwischen Ausstellung, Museumsraum und Alltagswelt.

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Fast Fashion
The dark sides of fashion
Concept

The exhibition Fast Fashion takes a look behind the scenes of glamorous fashion. It operates in the magical triangle of CONSUMPION, ECONOMY and ECOLOGY and focuses on these topics looking particularly at: Fashion & Victims; Scarcity & Abundance; Global & Local; Wage & Profit; Apparel & Chemistry; Apparel & Ecological Rucksack; New Fiber Technologies. In the LABORATORY a platform is created for ethical fashion labels and new design approaches to recycling or upcycling.

Fashion is a very special kind of system for regulating society and is considered a pacemaker of social change. In this context, the Fast Fashion exhibition seeks to encourage visitors to reflect more on the topics of fashion & consumption and their socio-economical and ecological repercussions. To this end, it provides comprehensive information and background information researched in collaboration with notable experts, and which is presented in an agreeable setting designed especially for this show. In the LABORATORY we inform visitors about means of ethical fashion consumption and show what the ethical wardrobe of the future might look like. Last but not least, we explore the question: What power does the consumer have?

Fashion has always been closely linked with modern capitalism in keeping with the maxim: “Only waste brings prestige”. Today, the fashion world is dominated by globally operating corporations guided by the principle of fast fashion. Fast fashion and consumer society influence each other: On the one hand, clothing firms serve our constant longing for something new by bringing ever new collections to market in a very short time.

As globally operating firms they also operate a price policy, which enables customers to stock up on new clothes more often that is actually necessary. Aside from the price, the power of the brand is decisive; it becomes the most important distinguishing feature for the consumer. In no area of the consumer goods industry does the principle of “creating new needs” work as well as in the fashion industry.

The clothing industry is one of the most important global economic factors: after all, every person needs clothing. A large proportion of the clothing for the American and European market is produced inexpensively in low-wage countries like China, India, Bangladesh, Vietnam or Cambodia. As a pioneering industry the textile industry helps create jobs worldwide, and consequently contributes to securing and improving the living conditions of those in less-developed countries. On the other hand, the working conditions at the places of production are often inhuman. Factories routinely fail to observe safety standards and wages are generally below the subsistence level. Job creation and exploitation are the two sides of the same coin.

Manufacturing clothes requires immense resources and the damage it wreaks on the environment is not to be underestimated. A great deal of water and thermal energy is expended to harvest the raw materials, for transport, in the use phase and in disposing of clothing.

Pesticides are used for cotton cultivation and within the textile chain itself, roughly 7,000 different chemicals are employed in production and finishing processes in order to “refine” the apparel with certain aesthetic or functional properties (from sand-blasted jeans through to outdoor or wellness clothing.

Exhibition
Fast Fashion is the first exhibition to critically address the clothing cycle. For the first time it brings together very different people involved in theory and practice, who analyze the ecological, economic, ethical, social and design aspects. Fast Fashion bundles the current debates on this complex topic and translates them into a new visual order.

The Fast Fashion exhibition sets new standards in that it manages almost entirely without exhibits. The information is conveyed through a congenial exhibition architecture, which functions as setting, in part assumes an object status and consequently – compared with other exhibitions, takes on a wholly different meaning and presence

The combination of exhibition and LABORATORY is also innovative. The LABORATORY provides space for the actors, i.e., the designers and firms, to demonstrate the possible options and approaches for a reflected and sustainable fashion or fiber production. As such, the LABORATORY is both an experimental and exhibition space and together with the communication and fringe program acts as the key practical link between exhibition, museum space and everyday world.

Ausstellungsstruktur
Fast
Fashion
1 Konsum
A Fashion & Victims
B Mangel & Überfluss
2 Ökonomie
A Global & Lokal
B Lohn & Gewinn
3 Ökologie
A Bekleidung & Chemie
B Bekleidung & Ökobilanz
Quelle/ Source: Manu Washaus

Gestaltungskonzept und Ausstellungsarchitektur
Die Ausstellung Fast Fashion arbeitet nicht im klassischen Sinne mit Exponaten. Im Zentrum steht die Wissensvermittlung bzw. Aufklärung über die Zusammenhänge innerhalb der Modebranche entlang des textilen Kreislaufs, aktuelle Entwicklungen, Gegenbewegungen, Gesetzgebungen etc. Insofern wird es einige wenige Referenzobjekte wie zum Beispiel gebrauchte Kleider im Bereich KONSUM oder ausgerüstete und veredelte Kleidung im Bereich ÖKOLOGIE und Chemie geben. Im Wesentlichen arbeitet die Ausstellung mit den Medien Film, Dokumentarfotografie und Text. Für die Visualisierung der Informationstexte wird ein spezifisches Grafikkonzept entwickelt.

Die Ausstellungsgestaltung für „Fast Fashion“ wird als elementarer Bestandteil der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der ausgestellten Thematik angesehen und wird daher primär aus einer inhaltlich-künstlerischen Perspektive entwickelt. Im Zentrum steht die Frage, wie die Gestaltung von Displays die Vermittlung von Inhalten und die Auseinandersetzung damit produktiv unterstützt. Von Anfang an, spielen aber – durch die Themenstellung der Ausstellung besonders motiviert – Fragen der nachhaltigen Gestaltung eine wesentliche Rolle.

MAGALOG
Parallel zur Ausstellung entsteht ein Magalog, eine Mischung zwischen Magazin und Katalog. Hier werden vertiefende Informationen zu Ausstellungsthemen geboten in Form von Infotexten, Statements von Fachleuten und Modedesignern sowie ethische Modelabels vorgestellt. Der Magalog kann begleitend zur Ausstellung und während des Ausstellungsbesuchs gelesen werden. Er liefert den zweiten roten Faden und verwebt sich mit den Inhalten der Ausstellung und der Ausstellungsarchitektur zu einer Art Doppelhelix.

Exhibition Structure
Fast
Fashion
1 Consumption
A Fashion & Victims
B Deficiency & Excess
2 Economy
A Global & Local
B Wage & Profit
3 Ecology
A Garments & chemicals
B Clothing & ecobalance
fast fashion
isn´t free.
someone,
somewhere
is paying for it.

Exhibition design and architecture
The exhibition Fast Fashion do not work with objects in the classical sense. The focus is on communicating knowledge and explaining the connections within the fashion industry along the textile cycle, highlighting current developments, counter-movements, legislation and so on. As such, visitors will find only a few reference objects such as second-hand clothing in the CONSUMPTION area or treated and refined clothing in the area ECOLOGY and Chemistry. Essentially, the exhibition works with the media film, documentary photography and text. A specific graphic concept was developed to visualize the information texts.

As the exhibition design for “Fast Fashion” is seen as an elementary component in thematically analyzing the respective topics it is consequently primarily developed from a thematic-artistic perspective. It is determined by the consideration: how display design can help convey content and therefore productively support the analysis. However, given the subject of the exhibition, from the beginning questions of sustainable design play a fundamental role.

MAGALOG
Parallel to the exhibition a “magalog” is created, a cross between a magazine and catalog. It provides visitors with more detailed information on topics covered in the exhibition in the form of information texts, statements by experts and fashion designers. Ethical fashion labels are also presented. The magalog accompanies the exhibition and can be read while visiting it. It supplies the second central motif and is woven with the topics of the exhibition and exhibition architecture into a kind of double helix.

Gestaltungskonzept

Das Zeigen von Kleidung
Auch eine Ausstellung über Kleidung als Mode (und deren ökologische, ökonomische und soziale Problematiken) ist eine Modeausstellung. Sie bezieht sich auf Mode und stellt sie aus – nicht als Phänomen, das zur Darstellung gebracht wird, sondern als Thema, das untersucht, erörtert und dargelegt wird.

Mit Mode sind wir alle recht vertraut. Im Alltag werden wir permanent mitMode konfrontiert und sie ist ein eingeübtes Mittel einander zu begegnen.
Mode bezeichnet die in diesem gesellschaftlichen Prozess als zeitgemäß
akzeptierte Bekleidung. Diese Aktualität des gesellschaftlichen Werkzeugs Mode, schafft Begehren (nach gesellschaftlicher Teilhabe über Mode) und benötigt Begehren (den Wunsch über Mode diese Teilhabe auszuüben).

Formiert und kanalisiert wird unser Begehren danach durch Orte der Mode,an denen sie präsentiert und wahrgenommen wird. Auch im Umgang mit oder im Aufenthalt an diesen Orten sind wir erfahren. Die Formen der Modevermittlung sind Teil eines Leitsystems des Konsums. Es holt uns als Konsument zu Hause vor dem Bildschirm ab, begleitet uns durch die Einkaufsstraße, nimmt uns, wenn wir mögen, auf der Rolltreppe an die Hand und setzt uns direkt vor der Ware ab. Gewohnt sind wir es aber auch, mit den Bildern der Produktion dieser Güter konfrontiert zu werden, die uns ein Unbehagen über Mode bescheren. Oft sind es dieselben Medien, die daran erinnern, wo unsere Kleidung herkommt und unter welchen furchtbaren Bedingungen sie produziert wird. Diese Unvereinbarkeit und Widersprüchlichkeit, die die gegenwärtige Mode auszeichnet, ist uns nicht mehr fremd.
Es ist dieser zweifach gewohnte Blick, der den Widerspruch zwischen

Begehren und Unbehagen aushaltbar macht und beides unbeeindruckt nebeneinander existieren lässt. Diesen Konflikt will die Ausstellungsgestaltung thematisieren. Die MK&GAusstellung thematisiert die harten Fakten der textilen Kette und ihre gesellschaftlich ökologische Dramatik. Im scheinbaren Widerspruch dazu orientiert sich die Ausstellungsgestaltung daran, wie Mode präsentiert wird (und nicht wie Kritik und Wissen dargestellt wird). Sie möchte sich auf die Orte und Situationen beziehen, an denen das Publikum der Mode begegnet und an denen sich ihr Begehren auf Mode formiert. Sie möchte das Wissen und die Kritik an diese Orte stellen. Solche Orte der Mode (-Präsentation und -Wahrnehmung) sind beispielsweise die Einkaufsstraße, das Kleidergeschäft, der Kleiderschrank, die Modenschau, die Umkleidekabine, die Außenwerbung und das Modemagazin. Die darin genutzten Techniken und Elemente des Zeigens von Kleidung wären in gleicher Reihenfolge, das Schaufenster, die Warenauslage, die Kleiderstange, der Laufsteg, der Vorhang mit Spiegel, die Plakatwand und der Fotostudiohintergrund. Diese auf das überzeugende Präsentieren von Mode ausgelegten Elemente und Techniken, werden in der MK&G-Ausstellung nicht für das Zeigen von Kleidung (und auch nicht unbedingt für das Vermitteln von Wissen) eingesetzt. Sie werden zur Ausstellungsgestaltung und thematisieren den eingeübten Blick auf Kleidung als Ausgangspunkt von Mode und damit auch ihrer Kritik. Diese Objekte der Modervermittlung werden als autonome Raumelemente weiterentwickelt und eingesetzt und treten je spezifisch in Verhältnisse zu den auszustellenden Dingen, Medien und Texten. Damit werden die zwei Formen gesellschaftlichen Wissens über Mode in einen (räumlichen) Zusammenhang gebracht, deren Unvereinbarkeit uns klar ist, deren Widersprüche wir aber bislang nicht zur Entfaltung kommen ließen. Die Ausstellung thematisiert (zunächst getrennt in Raum und Inhalt, in Display und Exponat) beide Ebenen der Mode und wirkt ihrer Distanz entgegen, sodass das Gewohnte, um das wir wissen, in einem ungewohnten Zusammenhang scheint.

Design concept
Showing clothing
An exhibition on clothing as fashion (and the attendant ecological, economic and social issues) is still a fashion exhibition. It makes reference to fashion and exhibits it – not as a phenomenon put on display, but as a topic that is explored, discussed and outlined.

We are all very familiar with fashion. We are permanently confronted with it in our everyday lives and it is a well-practiced means of meeting one another. Fashion refers to the clothing accepted as up to date in this social process. By virtue of the social tool that is fashion being up-to-date, it kindles desire (for social participation through fashion) and requires desire (the wish to exercise this participation through fashion). Places where fashion is presented and perceived shape and channel our desire for it. We are also experienced in dealing with or residing in these places. The forms of fashion mediation are part of a consumerist guidance system. It picks us as consumers up at home in front of our screens, accompanies us through the shopping street, takes us, if we wish, by the hand on the escalator and deposits us right in front of the wares. Yet we are also used to being confronted with images of the production of these goods, which give us an uneasy feeling about fashion. It is often the same media that remind us where our clothing comes from and the terrible conditions it is manufactured under. This incompatibility and contradiction that characterizes fashion today are no longer foreign to us. It is this dual customary view that makes the contradiction between desire and discomfort bearable and allows both to coexist unfazed.

This conflict is at the heart of the exhibition at the Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

The show explores the hard facts of the textile circle and its serious social and ecological issues. In apparent conflict to this, the exhibition design is oriented on how fashion is presented (and not how criticism and knowledge are portrayed). It seeks to refer to those places and situations where the public encounters fashion and where its desire for fashion takes shape. It aims to introduce knowledge and criticism to these places. These places of fashion (presentation and perception) are, for instance, the shopping street, clothing store, closet, fashion show, fitting room, outdoor advertising and fashion magazine. The techniques and elements of showing clothing that they use would be, in the same order, the display window, merchandise display, clothes rail, runway, curtain with mirror, billboard and photo studio background.

In the MKG exhibition these elements and techniques, designed to impressively present fashion, are not used for showing clothing (and neither are they necessarily used for communicating knowledge). They structure the exhibition and draw attention to the practiced view of clothing as the starting point of fashion and as such also criticism of it. These objects of fashion mediation are developed further and employed as autonomous elements in the space and engage specifically with the things, media and texts to be exhibited. In this way, the two forms of social knowledge relating to fashion are put into in a (spatial) context, whose incompatibility is clear to us, but whose contradictions we had not allowed to surface until now. The exhibition shines a light (initially separate in terms of space and content, display and exhibit) on both levels of fashion and counteracts its distance, so that the familiar, which we know about, appears in an unfamiliar context.

1. Konsum
A Fashion & Victims: Hybride
Konsumenten und Werbung
1 Consumption
A The runway
Fashion & victims: Hybrid consumers and advertising
The central element of every fashion show presenting clothing collections is the
runway. This is where fashion is first subjected to public scrutiny after leaving the
studio.

Quelle/ Source: Susanne Friedel
Quelle/ Source: Taslima Akhter
1. Konsum
Quelle/ Source: Manu Washaus

1. Konsum
B Mangel & Überfluss: Wieviel
Kleidung braucht der Mensch?
1 Consumption
B The recessed niche
Deficiency & excess: How many clothes do we need?
Today we encounter fashion in magazines as editorials or advertisements, on
posters and in catalogs generally as (printed) photographs. The recessed niche
background to the photos is (whether present or not) one of the constitutive
elements of the photographic representation of fashion.

2. Ökonomie
A Global & Lokal: Woher
kommt unsere Kleidung?
2 Economy
A Outdoor advertising
Global & local: Where do our clothes come from?
The fashion sector in particular uses outdoor advertising to portray the latest
fashions, communicate their respective brand identity, promote seasonal articles
and publicize offers. The advertising campaigns of major fashion brands often
make use of the different poster media simultaneously and as such cover an entire
city with highly recognizable images carrying the same advertising message.

2. Ökonomie
B Lohn & Gewinn: Wieviel
kostet unsere Kleidung?
2 Economy
B The display window
Wage & profit: How much do our clothes cost?
The display window as an expansion of store space into the public realm is shaping
city centers worldwide. The goods are penetrating the urban space in their set
arrangements and have created their own forms of movement, such as window
shopping. Although all kinds of wares have always been presented in display
windows, fashion has made the most use of this opportunity to show itself off.

2. Ökonomie

3. Ökologie
A Bekleidung & Chemie:
Wieviel Chemie steckt in
unserer Kleidung?
3 Ecology
A The clothes rail
Clothing & chemicals: How many chemical substances are there in our clothing?
We can assume that the clothes rail appeared with the industrial mass production
of clothing. It was used on the one hand to store clothes in the factories and
transport them to and from the factories and on the other to store, display and
present the goods in shops.

3. Ökologie
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3. Ökologie
B Bekleidung & Ökobilanz:
Welche Umweltauswirkungen
hat die Textilproduktion?
3 Ecology
B The fitting room
Clothing & ecobalance: What are the effects of textile production?
Trying clothes on in the fitting room in a clothing store is certainly the riskiest
persuasive technique in the chain of the channeling and production of desire for
fashion. Here the clothes are seen on the consumer him/herself in the mirror; they
have to rely on the persuasive power of the other places and elements of
presentation they have already passed through. Yet of all the places of fashion
presentation, the fitting room is the closest to the cash desk.

Konzept & Ausstellungskuratorin: Dr. Claudia Banz, Leiterin Sammlung Kunst und Design am MKG Hamburg. Ausstellungsarchitektur & Grafik: Prof. Jesko Fezer, Studio für experimentelles Design, Hochschule für Bildende Künste Hamburg
Contact: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg Steintorplatz 20099 Hamburg www.mkg-hamburg.de Dr.Claudia Banz T.: +49 (0)40 428134-400 Claudia.Banz@mkg-hamburg.de Dennis Conrad T.: +49 (0)40 428134-101 Dennis.Conrad@mkg-hamburg.de