BTE – NEWS

BTE – NEWS

22

1.) Kundenfrequenz, Online- und Lieferanten-Konkurrenz belasten

     Ergebnisse der aktuellen BTE-Unternehmer-Umfrage

Das Jahr 2014 war für den mittelständischen Modefachhandel recht schwierig. Das bestätigt eine aktuelle repräsentative BTE-Umfrage aus dem Februar 2015, wonach nur 36 Prozent der Teilnehmer im letzten Jahr bessere Umsätze und 34 Prozent höhere Betriebsergebnisse erwirtschaften konnten. Dagegen verzeichneten 51 Prozent einen Umsatz-Rückgang und 43 Prozent rechnen mit einem niedrigeren Ergebnis.

Neben dem schwachen Abverkauf lag eine zentrale Ursache für den Ergebnisrückgang in der Entwicklung der Kosten. Bei 24 Prozent der Befragten haben diese sich zwar verringert und bei 38 Prozent blieben sie stabil, 39 Prozent musste jedoch eine Verschlechterung der Kostensituation verkraften. Negativ war zudem die Entwicklung der Abschriften, die sich bei 55 Prozent verschlechterte, bei 22 Prozent stabil blieb und sich nur bei 23 Prozent verbesserte.

Die meist höheren Kosten konnten auch nur selten über eine Verbesserung der Roherträge kompensiert werden. Denn nur 34 Prozent der Befragten berichten über eine Erhöhung, bei 20 Prozent blieben sie unverändert und 46 Prozent mussten im letzten Jahr sogar mit niedrigeren Roherträgen auskommen.

Überaus problematisch war 2014 weiterhin die Kundenfrequenz, die sich bei 74 Prozent verringerte und sich lediglich bei 13 Prozent verbesserte. Dies konnte auch nur zum Teil durch höhere Einkaufsbeträge ausgeglichen werden, die bei 48 Prozent der Teilnehmer stiegen und bei 15 Prozent sogar zurückgingen. Stabil war der Durchschnittsbon bei 37 Prozent der Teilnehmer.

Aktuell bereitet dem Modefachhandel daher auch die rückläufige Kundenfrequenz mit einem Nennungsanteil von 80 Prozent die größten Sorgen. Dahinter folgen der zunehmende Wettbewerb im bzw. mit dem Internet mit 78 Prozent und der zunehmende Wettbewerb durch die eigenen Lieferanten (online und stationär) mit 71 Prozent Nennungsanteil. Mit deutlichem Abstand als Problemfelder genannt wurden zudem die Entwicklung der Umsätze (49 Prozent), die passende Warensteuerung im Saisonablauf (39 Prozent), die Bindung und Gewinnung guter Mitarbeiter (31 Prozent) sowie der Entwicklung der Personalkosten (25 Prozent) und die Preisentwicklung der Ware (20 Prozent).

Einen eigenen Online-Shop betreiben 12 Prozent der Teilnehmer, vier Prozent verkaufen (zusätzlich) über Plattformen wie Ebay oder Amazon.

Imageproblemen aufgrund der in den letzten Jahren immer wieder kritisierten Produktionsbedingungen in einigen asiatischen Fabriken sieht sich der Modehandel dagegen derzeit kaum ausgesetzt. Denn die übergroße Mehrheit registrierte keine (47 Prozent) oder nur vereinzelte (45 Prozent) entsprechende Kundenfragen. Lediglich acht Prozent berichten über ein verstärktes und anhaltendes Kundeninteresse an diesem Thema.

***

BTE Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels
BDSE Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels
An Lyskirchen 14
50676 Köln
Tel.: 0221-921509-40
Fax: 0221-921509-10
eMail: jacobs@bte.de
Internet: www.bte.de; www.bdse.org

ITE Institut des Deutschen Textileinzelhandels GmbH
An Lyskirchen 14, 50676 Köln