BTE-Kongress diskutiert Strategien für den Modehandel

BTE-Kongress diskutiert Strategien für den Modehandel

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 Emotionalisierung und Digitalisierung

BTE-Kongress diskutiert Strategien für den Modehandel

Die Kunden des Modehandels tauchen immer stärker in die digitale Welt ein. Immer mehr Käufen geht eine Recherche im Internet voran. Produktgruppenübergreifend werden nach einer aktuellen Studie des ECC Köln fast 40 Prozent der Käufe im stationären Handel durch eine Informationssuche im Web vorbereitet.

Nicht nur vor diesem Hintergrund muss sich jeder stationäre Anbieter Gedanken über zeitgemäße digitale Informations- und Kommunikationsangebote machen. Wie ist der Spagat zwischen virtueller und realer Welt zu schaffen? Wie schafft man es, den POS emotional so aufzuladen, dass die Kunden auch künftig die Geschäfte frequentieren?

Und angesichts der anhaltenden Marktgewinne von Online-Shops stellen sich viele mittelständische Modehäuser die Frage, ob sie ebenfalls in E-Commerce-Angebote für ihre Kunden investieren sollen. Doch wie umfangreich sollten diese ggf. sein und welche Möglichkeiten bieten sich an? Oder ist es womöglich sinnvoller, sich auf den Ausbau der Stärken im stationären Geschäft zu konzentrieren?

Dies sind zentrale Fragen, die der BTE-Kongress „Fashion-Emotion 3.0: Emotionalisierung des Modehandels in einer digitalen Welt“ am 9. Juni in Köln behandelt. Teil des umfangreichen Veranstaltungsprogramms ist eine Talkrunde, in der Steffen Jost (Modehaus Jakob Jost, Grünstadt), Jörg Kolossa (Modehaus Kolossa, Nienburg) und Marcus Vorwohlt (Modehaus Rübsamen, Augsburg) über die richtige Zukunftsstrategie für Platzhirsche diskutieren. Und Jochen Ruths (Modehaus Ruths, Friedberg) berichtet erstmalig über seine Erfahrungen mit der digitalen Regal-Verlängerung.

Weitere Praxisvorträge kommen von Ellen Wigner (erlebe Wigner, Zirndorf) und Klaus Hellmich (GALERIA Kaufhof, Köln). Als weiteres Highlight wird der bekannte Ladendramaturg Dr. Christian Mikunda in einem längeren Vortrag die spannendsten Store-Inszenierungen zwischen New York, London und Singapur vorstellen. Darüber hinaus referieren hachmeister + partner, die Werbeagentur Hutter + Unger sowie der Verkaufspsychologe Burkhard Treude über Kernfragen des Kongresses: Wann und wie macht Multichannel Sinn, welche Kommunikationswege sind heute notwendig und wie lassen sich die Kunden im Verkaufsgespräch emotional positiv stimulieren?

Hinweis: Die Teilnehmergebühren betragen für Mitglieder im Einzelhandelsverband 295 Euro, für sonstige Teilnehmer aus Fashionhandel/-industrie 395 Euro und für alle übrigen Interessenten 595 Euro, jeweils zzgl. MwSt. Anmeldungen beim BTE, Alexandra Müller, Tel. 0221/921509-41, Fax -10, E-Mail mueller@bte.de und im Internet unter www.bte.de (Rubrik: Veranstaltungen).

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 SEAK neuer BTE-KompetenzPartner

Seit April ist das Unternehmen SEAK Software, Reinbek, neu im Kreis der BTE-KompetenzPartner. SEAK (www.seak.de) ist in Deutschland der führende Anbieter für Personalplanung und Zeitwirtschaft/Zutrittskontrolle im Modehandel. Der IT-Spezialist bietet ein ganzheitliches Komplett-Paket aus Handelsberatung, Softwaretraining und -einführung sowie zuverlässiger technischer Unterstützung, das sich in über 250 nationalen und internationalen Projekten bewährt hat.

Das SEAK-System verfügt über Standard-Schnittstellen zu allen gängigen POS-Systemen. Dadurch lässt es sich einfach und unkompliziert in bestehende IT-Landschaften integrieren. Seine langjährige Erfahrung macht SEAK zum anerkannten Experten, wenn es darum geht, Umsatzpotenzial zu erkennen und die Produktivität auf der Fläche zu steigern.

Hinweis: Weitere BTE-KompetenzPartner sind die Unternehmensberatung hachmeister + partner (Bielefeld/Düsseldorf/Reutlingen) sowie die Werbeagentur Hutter + Unger (Wertingen). Informationen dazu unter www.bte-kompetenzpartner.de.

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3.) BTE-Ehrenpräsidenten mit runden Geburtstagen

Die beiden Ehrenpräsidenten des BTE, Klaus Magnus und Klaus J. Stange, feierten im Mai jeweils einen runden Geburtstag. Während Klaus Magnus am 14. Mai 75 Jahre alt wurde, kann Klaus J. Stange am 29. Mai bereits seinen 80. Geburtstag feiern.

Beide Ehrenpräsidenten sind noch in bzw. für die Branche aktiv. Neben ihrer Mitarbeit im BTE-Präsidium ist Klaus Magnus nach wie vor Inhaber seiner KATAG-Häuser in Alfeld und Northeim.  Klaus J. Stange engagiert sich unverändert als Vorsitzender der gemeinnützigen Stiftung zur Förderung der LDT Nagold.

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  • Chrom VI-Verbot ausgeweitet

Seit dem 1. Mai 2015 gilt ein erweitertes Verbot von Chrom VI in Lederprodukten. Bis dahin war Chrom VI über die Bedarfsgegenständeverordnung nur für solche Produkte verboten, die „nicht nur vorübergehend mit der Haut in Berührung kommen.“ Dazu zählten allerdings – beispielhaft aufgezählt – bereits Bekleidung (inkl. Schuhe), Taschen, Rucksäcke und Brustbeutel.

Am 1. Mai 2015 trat nun nach einer mehr als einjährigen Übergangs- und Abverkaufsfrist die EU-Verordnung 301/2014 in Kraft. Der Grenzwert von 3 mg Chrom VI pro kg (Nachweisgrenze gemäß Norm EN ISO 17075) gilt nun für alle Ledererzeugnisse, die mit der Haut in Berührung kommen. Er umfasst also nun z.B. auch Gürtel oder Kleinlederwaren, die in der Aufzählung der Bedarfsgegenständeverordnung fehlten.

BTE-Tipp: Beim Einkauf von Lederprodukten sollte zur Sicherheit explizit das Einhalten der gesetzlichen Grenzwerte gefordert werden – z.B. durch eine entsprechende Klausel in den Einkaufsbedingungen oder auf dem Orderformular.